DIE LINKE
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Matthias W. Birkwald

Verbot des Kurdistan-Festivals ist ein kapitaler Fehler von Polizeipräsident Mathies und Oberbürgermeisterin Reker

Gemeinsame Pressemitteilung von Matthias W. Birkwald und Kölner LINKEN

18.08.2016

Schon oft haben die Kurden im Kölner RheinEnergie-Stadion bzw. im Müngersdorfer Stadion friedlich ihr Volksfest durchgeführt. Zuletzt im Jahre 2011. Dass die Kölner Polizei genau diese Veranstaltung verbietet, halten der Bundestagsabgeordnete, die Ratsfraktion und der Kreisverband der Kölner Linken für einen schweren Fehler. Türken und Kurden werden nicht gleichbehandelt, sondern wieder werden die Kurden an den Pranger gestellt, obwohl sie im Kampf gegen den IS und im kommunalen Aufbau von Infrastrukturen in Syrien wichtige Beiträge leisten.

Fraktionsvorsitzender Jörg Detjen und der Kölner MdB Matthias W. Birkwald erklären gemeinsam:

"Die Kölner Polizei sollte sich noch einmal mit dem kurdischen Veranstalter beraten. Eine Veranstaltung im RheinEnergie-Stadion ist einfacher zu bewältigen als eine Demonstration und Kundgebung in der Kölner Innenstadt. Die Planung der Kurden ist ein friedliches Fest in einem abgeschlossenen Veranstaltungsraum, damit sie sich ungestört vor rechten türkischen Provokateuren treffen und diskutieren können."

Die Sprecherin des Kölner Kreisverbandes Angelika Link-Wilden:

"Die Kurdinnen und Kurden in Deutschland haben auf die Erdogan-Veranstaltung an der Deutzer Werft sehr besonnen reagiert. Dafür sollten wir ihnen dankbar sein und sie nicht mit Füssen treten. Wir brauchen in Köln kein Veranstaltungsrecht, das für Herrn Erdogan maßgeschneidert ist."

Hamide Akbayir, Ratsfrau und Mitglied des Kreisvorstandes mit kurdischer Herkunft, erklärt:

"Ich setze mich seit vielen Jahren für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in Köln ein, die Kurden, Syrer, Türken und die vielen anderen Völker. Als Kurdin weiß ich, dass wir unsere friedlichen Treffen in jedem Jahr brauchen, um uns zu beraten und auch gegenseitig zu unterstützen in dieser unfriedlichen Zeit, in der wir im Moment leben. Wir Kurden wollen in der Türkei und in Syrien einen Beitrag leisten, damit Frieden herrscht und kein Krieg. Das Kulturfest ist dazu eine gute Gelegenheit."