DIE LINKE
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Matthias W. Birkwald

SPD-Äußerungen zur Stabilisierung des Rentenniveaus sind Augenwischerei

16.04.2014

"Die SPD verdreht die Zahlen, spricht mit gespaltener Zunge und verschleiert die Ursachen für das immer weiter sinkende Rentenniveau", erklärt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die vagen Äußerungen des stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Ralf Stegner, das Rentenniveau auf 50 Prozent zu stabilisieren. Birkwald weiter:



"Wegen der von Rot-Grün und Schwarz-Gelb eingeführten Kürzungsfaktoren liegen die Durchschnittsrenten schon heute bei 47,9 Prozent der Durchschnittslöhne. Deshalb brauchen wir keine Stabilisierung, sondern dringend eine Anhebung.
Ministerin Nahles hat am Sonntag erklärt: An den Rentenreformen der letzten zwölf Jahre ändern wir nichts. Genau die in den vergangenen Jahren eingeführten Kürzungsfaktoren sind aber die Ursache für das fallende Rentenniveau: Sie führen dazu, dass die Renten automatisch hinter den Löhnen zurückbleiben. Steigende Löhne werden somit gerade nicht an die Rentnerinnen und Rentner weitergegeben. Allein im Jahr 2014 stiegen die Bruttolöhne im Westen um 2,18 Prozent und die Renten nur um 1,67 Prozent. Besonders fatal ist, dass auch jede der geplanten Leistungsverbesserungen für Mütter, Kranke und besonders langjährig Versicherte das Rentenniveau noch weiter nach unten drücken wird.

Lebensstandardsichernd und armutsfest machen wir die Rente nur, wenn wir zum Rentenniveau aus dem Jahr 2000 in Höhe von 53 Prozent zurückkehren. Der Nachhaltigkeitsfaktor, der Riesterfaktor und der Nachholfaktor müssen weg."