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Matthias W. Birkwald

Hozan Cane darf die Türkei endlich verlassen! Ankunft heute in Köln!

Die deutsch-kurdische Sängerin darf nach über dreijähriger Haft und Ausreiseverbot endlich die Türkei verlassen. Das entschied ein Istanbuler Gericht am Mittwoch, dem 14. Juli.

15.07.2021

Das oberste türkische Gericht hatte 2020 die sechsjährige Haft gegen Hozan Cane aufgehoben und dem Gericht zur Neuverhandlung zurücküberwiesen. Seitdem stockt der Prozess, weil der türkische Staat eine entscheidende Zeugin nicht bei-bringen kann.
Bereits vor einigen Wochen durfte die Tochter Dilan (Gönül) Örs ausreisen.

Ratsmitglied Jörg Detjen, DIE LINKE erklärt:
„Ich freue mich über diese Entscheidung. Die Haftbedingungen von Hozan Cane waren unmenschlich hart und die Ausreise jetzt überfällig. Die ganze Kölner Stadtgesellschaft war widerständig und hat sich für die Freilassung von Hozan Cane eingesetzt. Der Kölner Rat hatte mehrfach vom türkischen Staat die Freilassung gefordert und dazu auch unter der Schirmherrschaft von Frau Oberbürgermeisterin Reker im Ratssaal eine Veranstaltung mit den Rechtsanwälten von Hozan Cane und Adil Demirci, der inzwischen freigelassen wurde, durchgeführt. Es gab eine Delegationsreise zu den Prozessen. Danke Köln für dieses ungewöhnliche Engagement!“

Der Kölner Bundestagsabgeordnete Matthias W. Birkwald erklärt dazu:
„Die Kölner Bundestagsabgeordneten der CDU, SPD, vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der LINKEN und der FDP haben sich wiederholt für die Freilassung von Dilan Örs und Hozan Cane eingesetzt. 2020 kam es auf meine Initiative hin zu einem gemeinsamen Brief mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker an den Außen- und Justizminister der Türkei, Mevlüt Çavuşoğlu und Abdülhamit Gül. Dabei haben die Kölner Bundestagsabgeordneten der demokratischen Parteien gut zusammengearbeitet und Dr. Rolf Mützenich hat seine Möglichkeiten als Fraktionsvorsitzender in der Regierungskoalition eingebracht.
Diese Solidarität der Stadtgesellschaft gegen den Abbau demokratischer Rechte und gegen die Justizwillkür in der Türkei muss zukünftig auch in der deutschen Außenpolitik sichtbarer werden. Deutschland muss sich weiterhin für die Freilassung von politischen Gefangenen einsetzen und vor Allem muss viel mehr Druck auf Erdoğan ausgeübt werden.“

Hier geht es zum Bericht aus dem Kölner Stadtanzeiger vom 15.7.2021.