DIE LINKE
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Matthias W. Birkwald

Köln darf den Großmarktneubau nicht länger verzögern!

Matthias W. Birkwald informierte sich gemeinsam mit Aktiven der Kölner Ratsfraktion der LINKEN über die Zukunftssorgen und viele aktuelle Missstände bei den Händler*innen auf dem Kölner Großmarkt

09.03.2021
v.l.n.r.: Astrid Kraus, Matthias W. Birkwald, Michael Weisenstein, Jörg Detjen

Über ihre Zukunftssorgen und viele aktuelle Missstände informierte ich mich heute am (sehr frühen) Morgen gemeinsam mit den LINKEN Ratsmitgliedern Jörg Detjen und Michael Weisenstein und den LINKEN Mitgliedern des zuständigen Wirtschaftsausschusses im Rat, Astrid Kraus und Vedat Akter, aus erster Hand bei den Händler*innen auf dem Kölner Großmarkt in meinem Wahlkreis.

Arbeitsgespräch an frühen Morgen zur Zukunft des Kölner Großmarktes. Mit Vedat Akter, Vertreter der IG Großmarkt, Astrid Kraus, Jörg Detjen MdR, Michael Weisenstein MdR und Wolfgang Lindweiler (von links nach rechts)

Die Verzögerungen des vom Kölner Rat bereits 2007 beschlossenen Großmarktneubaus führen für die gut 100 Betriebe und gut 1100 Beschäftigten auf dem Kölner Großmarkt zu einer unerträglichen Hängepartie: Ob und wie es mit dem Großmarkt weitergehen wird, wenn – wie beschlossen - die bisherige Fläche am Rande der Kölner Südstadt für den Wohnungsbau geräumt werden wird, ist zur Zeit völlig offen. Viele der auf dem Großmarkt ansässigen Betriebe sind von Migrant*innen geführte Familienbetriebe, zum Teil schon in der dritten Generation.

Während die Ratsbeschlüsse noch von einer Fertigstellung des Neubaus bis 2023 ausgehen, ist inzwischen von einer Verzögerung bis 2025 die Rede, doch werden in Einzelfällen von der Stadt Mietverträge der Händler*innen bereits zu Terminen vor 2023 gekündigt.

Zudem werden notwendige Unterhaltungsinvestitionen so lange wie möglich herausgezogen, so dass es an manchen Tagen sogar dazu kommt, dass die einzige Toilettenanlage in der denkmalgeschützten Großmarkthalle nicht zugänglich ist.

Dabei leistet der Großmarkt einen unverzichtbaren Beitrag für die konzernunabhängige Versorgung der Kölnerinnen und Kölner mit frischem Obst und Gemüse; ohne Großmarkt gäbe es die Angebotsvielfalt auf den Wochenmärkten und in der Gastronomie nicht.

Mit der LINKEN in Köln unterstütze ich die Forderung der Großmarkthändler*innen:

Der vom Rat der Stadt Köln längst beschlossene Neubau eines Frischezentrums in Marsdorf muss endlich in Angriff genommen werden, und die Händler*innen, ihre Beschäftigten und deren Familien brauchen Sicherheit am alten Standort bis zur Fertigstellung des Neubaus.