DIE LINKE
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Matthias W. Birkwald

Kölner Modell erhalten!

Beschäftigte der Bodenverkehrsdienste brauchen gute Tariflöhne für gute Arbeit!

06.09.2019
Klare Botschaft: Der Kölner Weg ist der richtige! Matthias W. Birkwald mit Nuretdin Aydin vom Betriebsrat
Im Gespräch mit Kollegen der Gepäckabfertigung am Airport Köln-Bonn

Als Kölner Bundestagsabgeordneter der LINKEN fordere ich gemeinsam mit den Beschäftigten, ihrem Betriebsrat und ihrer Gewerkschaft ver.di:

Im Gespräch mit Kollegen der Gepäckabfertigung am Aiport Köln-Bonn

Das Kölner Modell muss erhalten bleiben, nach dem die Bodenverkehrsdienste auch nach den Liberalisierungsvorgaben der EU integraler und tarifgebundener Bestandteil der Flughafen GmbH bleiben.

Als öffentliches Unternehmen darf der Flughafen Köln/Bonn nicht zum Modell für Tarifflucht und Niedriglöhne werden!

Bei meinem Besuch auf Einladung des Betriebsrates konnte ich mich heute persönlich davon überzeugen, wie gut, hart und verantwortungsvoll die Kolleginnen der Bodenverkehrsdienste arbeiten.

Ohne ihr Organisationsgeschick und ohne ihre Erfahrung würde der Flughafen Köln/Bonn lange nicht mehr so gut funktionieren, wie das heute der Fall ist.

Auch deshalb sage ich entschieden „Nein“ zu den Plänen der Geschäftsführung:

Diese will mit einer Ausgründung der Bodenverkehrsdienste in eine nicht tarifgebundene Tochtergesellschaft die Einkommen der Beschäftigten in den Niedriglohnsektor drücken und ihre Arbeitsbedingungen verschlechtern.

Ein öffentliches Unternehmen darf die rüden Methoden renditegetriebener privater Investoren auch dann nicht kopieren, wenn der Aufsichtsrats-vorsitzende Friedrich Merz heißt.

Nach der mittelfristigen Finanzplanung wird die Flughafen Köln/Bonn GmbH mit Ausnahme des Jahres 2020 auch ohne die Tarifflucht schwarze Zahlen schreiben.

Deshalb kann ich nicht nachvollziehen,  welche weitergehenden Renditeziele der Bund, das Land und die Stadt Köln mit einem wichtigen öffentlichen Infrastrukturnehmen auf Kosten der Beschäftigten verfolgen.

Im Bundestag habe ich die Regierung gefragt, welche Haltung sie zu den Ausgründungsplänen einnimmt und welche Renditeziele sie mit dem Flughafen Köln/Bonn verfolgt.

Ich bin gespannt darauf, welche Antwort ich auf diese Fragen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz erhalten werde, der sich ja grade um den SPD-Parteivorsitz bewirbt.  

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat vor kurzem im Kölner Stadt-Anzeiger gesagt, dass gute Tariflöhne der beste Schutz vor Altersarmut seien.

Als rentenpolitischer Sprecher meiner Fraktion DIE LINKE sage ich: Da hat Hubertus Heil mal Recht.  

Das heißt aber auch:

Wer heute die Einkommen der hart arbeitenden Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste in den Niedriglohnsektor drückt, der schafft damit auch die Voraussetzungen für die Altersarmut von morgen. Spätestens dann werden die öffentlichen Kassen für die Gewinne des Flughafens zur Kasse gebeten werden.