DIE LINKE
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Matthias W. Birkwald

Rentenveranstaltung beim SV DIE LINKE. Kerpen

01.10.2016
Rentenvortrag Matthias W. Birkwald, Kerpen, 30.09.16

Am 30. September war ich zu Gast im Rhein-Erft-Kreis. Der Stadtverband DIE LINKE. Kerpen bot mir die Möglichkeit, die aktuelle bundespolitische Rentendebatte abzubilden und unsere LINKEN Alternativen vorzustellen. Vor und nach meinem Rentenvortrag sorgte mein lieber Nachbar aus der Kölner Südstadt, „Klaus der Geiger“, mit seiner Geige und kritisch-linksanarchistischen Liedern für beste Stimmung.

Matthias W. Birkald und Klaus der Geiger, Kerpen 30.09.16

Am Anfang der katastrophalen rentenpolitischen Entwicklung stand die Entscheidung weniger Männer: Gerhard Schröder (SPD), Josef Fischer (Grüne) und Walter Riester (IG Metall) schickten vor 16 Jahren das Rentenniveau in den Sinkflug. Dieser Sinkflug muss sofort gestoppt werden, ein rentenpolitischer Steigflug muss her! Aus der Koalition sind Stimmen zu vernehmen, das derzeitige Rentenniveau von 47,9 Prozent möge stabilisiert werden. Als erster Schritt gut, aber insgesamt ist das völlig unzureichend! 47,9 Prozent reichen keinesfalls aus, um Geringverdienenden ein sorgenfreies Leben im Alter zu ermöglichen. Und 47,9 Prozent reichen auch nicht, um Frauen die Chance auf eine eigenständige Alterssicherung zurückzugeben. Wenn die Rente wieder den Lebensstandard im Alter sichern soll, muss eine durchschnittliche Rente wieder mindestens 53 Prozent des durchschnittlichen Lohns betragen.

Eine schöne Überraschung: Glückwünsche zu meinem 55. Geburtstag, v.l.n.r.: M. Thomas (Sprecherin KV Rhein-Erft), M.W. Birkwald MdB, E. Püschel (Sprecher KV Rhein-Erft), Z. Gökhan (Vorstand KV Rhein-Erft), Kerpen 30.09.16

Neben dem rentenpolitischen Schwerpunkt organisierte der Stadtverband außerdem eine Solidaritätsaktion mit griechischen Arbeiterinnen und Arbeitern, die seit zwei Jahren in ihrer besetzten Fabrik in Thessaloniki Seife produzieren. Dort leisten sie Widerstand gegen Arbeitslosigkeit und Depression. Auch wenn die mediale Berichterstattung zu Griechenland momentan von anderen Themen überlagert wird - der Kampf der Griechinnen und Griechen ist keineswegs vorbei. Denn trotz Rekordrezession in Griechenland fordert die Bundesregierung die Regierung in Athen aktuell unter anderem dazu auf, die Renten weiter zu kürzen und damit die Armut weiter zu steigern. Die Arbeiterinnen und Arbeiter in Thessaloniki zeigen dabei: Widerstand ist nicht zwecklos, Widerstand ist möglich!

Für die Einladung des Kerpener Stadtverbandes bedanke ich mich herzlich. Ich freue mich auf die anstehenden Veranstaltungen im Rhein-Erft-Kreis und wünsche den Genossinnen und Genossen viel Kraft für die kommenden Wahlkämpfe.