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Matthias W. Birkwald

Wowereits Rentenplan ist eine Mogelpackung

03.08.2012

"Die Rentenpläne der SPD sind eine Mogelpackung: Mit 8,50 Euro Mindestlohn lässt sich nach 40 Jahren Berufstätigkeit keine armutsfreie Rente erreichen. Wer Altersarmut vermeiden will, braucht beides: gute Löhne und ein gutes Rentenniveau", kommentiert Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die Aussage des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, dass wer nach 40 Jahren keine ausreichende Rente habe, wohl zu geringe Löhne erhalten habe und die SPD daher einen Mindestlohn von 8,50 Euro fordere. Birkwald weiter:

"Nach 40 Jahren Berufstätigkeit auf einer vollen 40-Stundenstelle zu einem Mindestlohn von 8,50 Euro sind gerade mal 550 Euro Rente zu erreichen. Das ist deutlich weniger als das aktuelle Altersgrundsicherungsniveau von 680 Euro. Auch nach 45 Jahren Arbeit zum SPD-Mindestlohn gibt es keine armutsfreie Rente. Der Mindestlohn muss deshalb mindestens zehn Euro betragen. Aber er allein reicht nicht. Zusätzlich muss die Rente sofort um vier Prozent angehoben und eine solidarische Mindestrente eingeführt werden."