Gleiche Lebensleistung, gleiche Rente

05.03.2014

"DIE LINKE im Bundestag begrüßt die Thüringer Bundesratsinitiative für eine gleiche Bewertung von Kindererziehungszeiten in Ost und West. Das darf aber nur der Startschuss dafür sein, die Renten im Osten bis 2017 vollständig auf das Westniveau anzugleichen. Die Angleichung darf von der Bundesregierung nicht weiter auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben werden", erklärt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Er fährt fort:

"Wenn Mütter auch im Osten zusätzlich 28,14 Euro und nicht nur 25,74 Euro mehr Rente für die Erziehung eines Kindes erhielten, wäre das 24 Jahre nach der deutschen Einheit eine längst überfällige und gerechte Regelung.

DIE LINKE hat für die nächste Sitzungswoche einen entsprechenden Antrag vorgelegt und zuvor schon die Bundesregierung rechnen lassen: Eine für Ost und West einheitliche Regelung würde nur 400 Millionen Euro zusätzlich kosten.

Das ist nicht nur ein symbolisch wichtiger Schritt, um das Rentenpaket der Bundesregierung gerechter zu gestalten.

Die Mütterrente muss komplett aus Steuermitteln und damit auch z. B. von Reichen, Beamtinnen und Beamten finanziert werden. Überdies müssen nicht nur Kinder aus Ost und West, sondern auch Kinder, die vor oder nach 1992 geboren wurden, gleichermaßen anerkannt werden."

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