DIE LINKE
100% sozial
Matthias W. Birkwald

DIE LINKE gratuliert Betriebsrat von Burger King zum gewonnenen Prozess

10.10.2013

Die NRW-Landesgruppe der LINKEN im Bundestag begrüßt das Urteil des Dortmunder Arbeitsgerichts vom 9. Oktober im Falle des von Kündigung bedrohten Dortmunder Burger King-Betriebsratsvorsitzenden Goekmen Y.

Diesen wollte Burger King-Geschäftsführer Ergün Yildiz wegen einer angeblich falschen Krankschreibung fristlos kündigen. Dazu hatte die Fastfood-Kette Goekmen Y. bis in die Arztpraxis nachstellen lassen. Solchen Methoden schoben die Dortmunder Arbeitsrichter nun einen Riegel vor. Sie lehnten das Kündigungsersuchen ab.

Goekmen Y. bleibt im Betrieb und auch Betriebsratsvorsitzender. Damit müssen Geschäftsführer Yildiz, der der Verhandlung neuerlich fern blieb, und sein Rechtsanwalt Helmut Naujoks eine Schlappe hinnehmen. Naujoks ist auch den Medien als "Betriebsrätefresser" bekannt.

Das Urteil ist aber nur ein Etappensieg gegen die Verrohung der Sitten bei Burger King. In der Verhandlung hat Anwalt Naujoks schon angekündigt, im Falle einer Niederlage in die nächste Instanz zu gehen. Naujoks warf im Prozess der Gewerkschaft NGG vor, eine Kampagne gegen Burger King zu führen.

Allerdings sind nach Erkenntnissen der NGG bundesweit noch 17 weitere Verfahren von Burger King gegen Betriebsräte und Beschäftigte anhängig. Unter anderem soll nach Naujoks Willen das Betriebsratsgremium um Goekmen Y. insgesamt aufgelöst werden. Ein anderer Dortmunder Burger King-Betriebsrat soll nach Willen der Firma wegen angeblichen Diebstahls von sieben Tütchen Ketchup den Job verlieren. Ferner kommt es in den Burger King-Restaurants nach NGG-Erkenntnissen fortgesetzt zu Unregelmäßigkeiten bei den Lohnzahlungen.

Augenscheinlich ist es also vielmehr so, dass Burger König-Yildiz eine Kampagne gegen die Rechte seiner Beschäftigten führt. Wir fordern Yildiz auf, zu seriösen Umgangsformen im Betrieb zurückzukehren und die geltenden Gesetze und Tarifverträge einzuhalten. Die kampagnenartige Prozesslawine gegen Betriebsräte muss sofort beendet werden. Unsere Gratulation zum wichtigen Sieg gilt dem betroffenen Betriebsrat und der Gewerkschaft NGG.