DIE LINKE
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Matthias W. Birkwald

Keine Tarifflucht am Köln-Bonner Flughafen

Zum Abbruch der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste am Flughafen Köln/Bonn GmbH erklären Matthias W. Birkwald MdB, rentenpolitischer Sprecher und Obmann der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutsche

08.03.2019

Als öffentliches Unternehmen darf der Flughafen Köln/Bonn nicht zum Vorreiter für Tarifflucht und Niedriglöhne werden! Gerade ein öffentliches Unternehmen darf die rüden Methoden renditegetriebener privater Investoren nicht kopieren. Gewinne auf Kosten der Beschäftigten zu maximieren, ist der völlig falsche Weg," bewertet Matthias W. Birkwald das Agieren der Geschäftsführung und des Aufsichtsratsvorsitzenden der Flughafen Köln/Bonn GmbH, Friedrich Merz.

"Wer heute die Einkommen der hart arbeitenden Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste in den Niedriglohnsektor drückt, der schafft damit auch die Voraussetzungen für die Altersarmut von morgen. Spätestens dann werden die öffentlichen Kassen für die Gewinne des Flughafens zur Kasse gebeten werden. Mit dieser absurden Politik dürfen Friedrich Merz und das Flughafenmanagement nicht durchkommen."

Vielmehr stehen Bund, Land und die Stadt Köln gemeinsam in der Verantwortung dafür, dass der Flughafen Köln/Bonn als öffentliches Unternehmen seiner Vorbildfunktion für gute Arbeit zu tarifvertraglich geschützten Bedingungen gerecht wird.

DIE LINKE unterstützt die Beschäftigten im Kampf für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und tariflich geschützter Arbeitsbedingungen. Im Rat der Stadt wie im Bundestag werden sich die Vertreter*innen der LINKEN dafür einsetzen, dass im Aufsichtsrat die Vertreter*innen des Bundes und der Stadt Köln der geplanten Ausgründung der Bodenverkehrsdienste nicht zustimmen werden.

In einer besonderen Verantwortung sieht Jörg Detjen, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Rat der Stadt Köln, die Kölner Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker:

"Frau Oberbürgermeisterin Reker hat Ende 2017 die Wahl von Friedrich Merz zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Flughafen AG erst möglich gemacht, den die Gewerkschaft ver.di als treibende Kraft hinter den Ausgründungsplänen sieht. Deshalb ist sie es den Beschäftigen persönlich schuldig, eine Gewinnsteigerung auf Kosten ihrer Arbeitsplätze und Einkommen zu verhindern," stellt Jörg Detjen dazu fest.